Birdlife

Fanel

Bedeutung

1. Ramsargebiet der Schweiz (Übereinkommen über Feuchtgebiete, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel von internationaler Bedeutung). Landschaft von nationaler Bedeutung.
Grösse: 485 ha davon 0 ha im Besitz der Berner Ala.
Höhe: 430 m.ü.M.
Betreuer: Jörg Hassler, Paul Mosimann, Roland Schneeberger

 

 

Blick vom Berner Turm in die Bucht
Foto: C´A. Balzari
Luftaufnahme Fanel
Foto: C´A. Balzari
Blick Richtung Westen
Foto: C´A. Balzari

Spezielles

Der Beobachtungsturm im Bereich der Lagune gehört der Berner Ala. Dank dem grossen Engagement der Berner Ala konnte die Kernzone vor der drohenden Zuschüttung gerettet werden. Im Verlauf der Jahrzehnte wurde das Gebiet durch den grossen Einsatz der Berner Ala aufgewertet. Heute handelt es sich um eines der wichtigsten Brut- und Überwinterungsgebiete der Schweiz für Wasservögel.

Das Fanelhaus ist Eigentum des Kantons Bern und befindet sich auf dem Areal der Anstalt Witzwil (Offener Strafvollzug). Als Mieterin der Liegenschaft ist die Berner Ala gegenüber den Anstalten Witzwil für einen geordneten Betrieb verantwortlich.

Besucherlenkung

Im Zusammenhang mit dem Bau des Naturschutzzentrums La Sauge des Schweizer Vogelschutzes SVS BirdLife Schweiz wurden für das Chablais de Cudrefin und den Fanel verschieden Massnahmen für die bessere Lenkung der Besucher und die Beruhigung bestimmter Zonen vorgeschlagen.

Im Fanel konnten im Frühjahr 2002 zwei wichtige Massnahmen umgesetzt werden.
Als einschneidenste, aber für das Schutzgebiet wichtigste Massnahme wurde am 18. März 2002 der bis anhin öffentlich zugängliche Scherbenweg geschlossen. Ein Rundgang durch die Kernzone des Schutzgebietes ist nicht mehr möglich. Durch die Unterbrechung des Weges konnte eine der heikelsten Zonen des Schutzgebietes von internationaler Bedeutung beruhigt werden.
Seit der Einweihung der gedeckten Besucherplattform an Stelle des alten Gemshoggers am 8. Mai 2002, steht den Besuchern einer der attraktivsten Beobachtungspunkte im Fanel zur Verfügung. Dieser ist vom Parkplatz östlich der Broyebrücke in gut 20 Minuten auf dem Weg der Broye entlang erreichbar. Die Plattform bietet bis zu 20 Personen Platz.
Als Bauherrschaft hat das Naturschutzinspektorat des Kantons Bern auch die Finanzierung der Arbeiten übernommen.

Blick vom Turm  in Richtung Gampelenbucht
Foto: Jörg Hassler
Lagune
Foto: Jörg Hassler
Junge Flussseeeschwalben
Foto: Jörg Hassler
Besucherplattform
Foto: Jörg Hassler
Grosses Baggerloch
Foto: Jörg Hassler
 

Brutvögel

Zwergdommel, unregelmässig Purpurreiher, diverse Entenarten (einschliesslich Eiderente), Mittelsäger, Lachmöwe, Sturmmöwe, Schwarzkopfmöwe, Mittelmeermöwe, Flussseeschwalbe, Eisvogel, Nachtigall, sporadisch Schwarzkehlchen, Drosselrohrsänger, Rohrschwirl, Bartmeise, Pirol.

Durchzügler

Nachtreiher, Seidenreiher, Purpurreiher, diverse Entenarten (einschliesslich Samtente, Eisente), Fischadler, Rohrweihe, bis zu 25 verschiedene Limikolenarten, Zwergmöwe, Heringsmöwe, alle in der Schweiz beobachtbaren Seeschwalbenarten, Blaukehlchen, Beutelmeise.

Überwinterer

Rohrdommel, Silberreiher, Singschwan, Saatgans, Blässgans, Graugans, diverse Entenarten (einschliesslich Bergente, Moorente), Zwergsäger, Mittelsäger, Kornweihe, Merlin, Grosser Brachvogel, Raubwürger.

 

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